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9. Tag der Gesundheitsberufe in NÖ

Does size matter – Größe als Chance?

Der Gesundheitsbereich ist ein Arbeitsbereich, in dem häufig an Jobwechsel gedacht wird. Zumindest jede/r Vierte der nicht-ärztlichen Beschäftigten überlegt laut einer Umfrage der Arbeiterkammer vom Herbst 2018 zumindest einmal im Monat, sich beruflich zu verändern. Grund dafür sind die jeweiligen Arbeitsbedingungen. Nicht viel besser sieht es mit der Arbeitszufriedenheit bei Ärztinnen und Ärzten aus. Immer weniger sind bereit, sich mit Kassenverträgen niederzulassen, und in den Spitälern ist Arbeitsüberlastung das vorherrschende Thema.

Die belastenden Arbeitsbedingungen und die in vielen Fällen unterdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten führen bereits heute zu gravierendem Personalmangel im Gesundheits- und Sozialbereich. Es ist also höchste Zeit, Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen zu ergreifen, die dieser Tendenz entgegenwirken und zu einer Steigerung der Verweildauer der Beschäftigten in einem Gesundheits- oder Sozialberuf führen. Wie in anderen Berufsfeldern müssen auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsberufe Möglichkeiten zur Karriereentwicklung geschaffen werden. Dabei geht es nicht in erster Linie um bessere Verdienstmöglichkeiten, sondern vor allem um verbesserte und altersgerechte Gestaltungsmöglichkeiten.

Jüngere Arbeitskräfte wollen zumeist planbare Arbeitszeiten, eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie interessante berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Für die Älteren sind vor allem Rahmenbedingungen wichtig, die es möglich machen, länger gesund im Beruf zu bleiben.
Die Voraussetzungen für eine individuelle Steuerung der beruflichen Laufbahn, wie etwa den Wechsel in ein anderes Arbeitsfeld, sind in größeren Unternehmen grundsätzlich besser. Viele Untereinheiten an verschiedenen Standorten und mit unterschiedlichen Aufgaben bringen mehr Optionen für einen Jobwechsel innerhalb des Unternehmens.

Die Versorgungslandschaft Niederösterreichs wird sich mit der Errichtung der Landesgesundheitsagentur in nächster Zeit vermutlich ändern. Ob sich die Größe der neuen Organisationseinheit als Chance für das Gesundheitswesen erweist? Die Politik ist gefordert, einerseits die Versorgung der Patientinnen und Patienten in möglichst hoher Qualität zu erhalten, andererseits aber die Arbeitsbedingungen für die im Gesundheitsbereich Beschäftigten so zu gestalten, dass diese gerne dort verbleiben wollen.

 

Montag, 6. Mai 2019, 10:00 bis 17:00 Uhr

Cityhotel Design & Classic
Völklplatz 1, 3100 St. Pölten

 
Programm

9:30 Registrierung und Kaffee


10:00 Begrüßung
Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister

in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

10:10 Eröffnung und Eingangsstatements
DMTF  Gerda Schilcher, Vizepräsidentin der AK Niederösterreich
OA Dr. Ronald Gallob, Vizepräsident und Kurienobmann der Ärztekammer für NÖ

10:30 Lebensphasenorientierung und Karrieremodelle in Gesundheitsberufen
ao. Univ.-Prof. Dr. Herwig Ostermann, Geschäftsführer Gesundheit Österreich GmbH

11:00 Neuorganisation der NÖ Versorgungslandschaft - die neue Landesgesundheitsagentur
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien


11:30  Podiumsdiskussion 
DMTF Gerda Schilcher, Vizepräsidentin der AK Niederösterreich
OA Dr. Ronald Gallob, Vizepräsident und Kurienobmann der Ärztekammer für NÖ
ao. Univ.-Prof. Dr. Herwig Ostermann, Geschäftsführer Gesundheit Österreich GmbH
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien


12:30 Mittagspause


13:30 Parallel stattfindende Workshops

Workshop 1
Holländisches Pflegemodell „Buurtzorg“ kommt nach NÖ - Vorstellung des Pilotprojekts und der Begleitforschung zur Arbeitsplatzattraktivität
Dr. Wolfgang Huber, Synermed, Haus der Barmherzigkeit
Mag. Johann Seethaler, Gesundheit Österreich GmbH
 
Workshop 2
Arbeitswissenschaftliche Analyse und Bewertung pflegerischer Humandienstleistungstätigkeiten in der stationären Altenpflege als Basis für eine leistungsgerechte Personalbemessung
Dipl.-Kfm. Mag. Christian Seubert, PhD, Universität Innsbruck

Workshop 3
Primärversorgung in NÖ - Ausbaustand und Erfahrungen aus der Praxis
Dr. Max Wudy, Kurienobmann-Stellvertreter niedergelassene Ärzte der Ärztekammer für NÖ
Mag. Renate Reingruber, NÖ Gesundheits- und Sozialfonds, Landes-Zielsteuerungskoordination, Stabsstelle PVE-Koordination
Kristina Schauer, MSc, NÖ Gebietskrankenkasse
Dr. Lukas Heschl, Leiter des Referates für Primärversorgung der Ärztekammer für NÖ

Workshop 4
Initiative „choosing wisely“ - Gemeinsam gut entscheiden
Dr. Anna Glechner, Donau-Universität Krems


17:00 Ende der Veranstaltung


Moderation: Dr. Peter Resetarits

 

Die Teilnahme ist kostenlos und nach den nationalen berufsrechtlichen Bestimmungen für Angehörige der Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufe als Fortbildungsmaßnahme sowie für das DFP der ÖÄK mit sechs Fortbildungspunkten anrechenbar.

Wir ersuchen Sie, bei der Anmeldung den gewünschten Workshop anzugeben. Anmeldeschluss: 29. April 2019
• Ärztekammer für NÖ, Frau Daniela Indich, MA, Tel: 01/53 751/633, presse@arztnoe.at oder
• AK Niederösterreich, Frau Brigitte Helmreich, Tel: 02742/20204 21255, gesundheitspolitik@aknoe.at