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Weiterentwicklung des e-card Systems

Anfragen zu Angeboten von Softwarefirmen

Die Bundeskurie Niedergelassene Arzte hat im Frühjahr dieses Jahres eine gesamtvertragliche Vereinbarung mit dem Hautverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zur Einführung und Finanzierung von mehreren elektronischen Services geschlossen, welche von den Landesärztekammern mitgetragen wird. Der erste Punkt dieser Vereinbarung betrifft die Ausrollung und Finanzierung der e-Medikation, die bereits in drei Bundesländern (Vorarlberg, Kärnten und Steiermark) vollständig abgeschlossen ist.

In Niederösterreich ist gemäß Rollout-Plan die Einführung der e-Medikation im zweiten Quartal 2019 vorgesehen. Zudem wird bei niedergelassenen Vertragsärzten und Vertragsgruppenpraxen das eKOS (elektronisches Kommunikationsservice) eingeführt. Dieses Modul umfasst die Übermittlung und Bearbeitung von Überweisungen, Zuweisungen und Verordnungen in elektronischer Form. Dies gilt unabhängig davon, ob eine Leistung bewilligungspflichtig oder bewilligungsfrei ist. Dieses e-Service wird im Zeitraum ab 1.1.2019 bis 1.10.2019 verpflichtend eingeführt, dafür gibt es keinen speziellen Ausrollplan.

Bereits jetzt können bei einigen Software-Firmen die erforderlichen Tools bestellt werden, weshalb wir Sie über die wesentlichen Inhalte für eine Verwendungspflicht ab 2019 bei Zuweisungen zu MR- und CT-Untersuchungen, Knochendichtemessungen, humangenetische Untersuchungen, nuklearmedizinische Untersuchungen sowie ab voraussichtlich Mitte 2019 bei Röntgen, Sonografie, Röntgentherapie und klinisch-psychologische Diagnostik informieren möchten.

Durch eKOS soll kein zusätzlicher Aufwand innerhalb der Arztsoftware entstehen. eKOS digitalisiert lediglich automatisch die bisher übliche und weiterhin auch zusätzlich mögliche haptische Bearbeitung oder Aufbereitung von Überweisungen, Zuweisungen und Verordnungen. Bei bewilligungspflichtigen Leistungen sendet Ihre Software einen aus Ihrer Software generierten Antrag an die zuständige Krankenkasse, die Patientin oder der Patient erhält von Ihnen einen individuellen Antragscode (dies muss nicht haptisch erfolgen) und kann den Prozess mit dem Code als Schlüssel selbständig nachverfolgen und sich entsprechende Termine vereinbaren.


Zur Finanzierung der e-Medikation kommt eine Bundesförderung zur Anwendung, wobei den VertragsärztInnen und Vertragsgruppenpraxen für Allgemeinmedizin und allgemeinen Fachärzten ein Förderbeitrag für die Anschubfinanzierung in Höhe von € 1.314,-- im Wege der Softwareinstallation zur Verfügung gestellt. Im Zusammenhang mit den e-Services ist zusätzlich vorgesehen, dass ab dem ersten Verwendungsmonat für EDV-Wartungskosten monatlich € 20,-- für die e-Medikation und zuzüglich € 4,-- ab Verwendung für eKOS von der Gebietskrankenkasse angewiesen werden.
Die Finanzierung von eKOS wird Großteils ebenso von der Sozialversicherung übernommen, der Hauptverband leistet für die verpflichtende Verwendung pauschal € 2,1 Mio. Dabei werden die auszuzahlenden Beträge am Ende des Jahres 2019 auf Basis der tatsächlichen Anzahl von lnstallationen ermittelt und sollen im Wege der Landesärztekammer zur Auszahlung gelangen.
Unter der Voraussetzung einer flächendeckenden Verwendung von eKOS wurde auf Bundesebene vereinbart, den Tarif der Vorsorgeuntersuchung ab dem 1.10.2019 um weitere € 3,- auf € 91 ,-- zu erhöhen.

Wir ersuchen Sie diese Informationen bei Kontakten mit Ihrer Software-Firma zu berücksichtigen.

Link: ÖÄK: Gesamtvertragliche Vereinbarung (PDF, 555 KB) (e-Services) per 05.06.2018

 

 
Artikelversion vonBarbara Platl
24.10.2018
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