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8. Tag der Gesundheitsberufe

Mittwoch, 9. Mai 2018 10:00 bis 17:00 Uhr, Cityhotel Design & Classic St. Pölten

Der Gesundheits- und Sozialbereich wird in entwickelten Ländern - auch in Österreich - in den nächsten Jahrzehnten als führender Wirtschaftszweig Innovationen und Beschäftigung generieren.
In vielen Industrieländern wurde die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in den letzten Jahren aus Gründen der Solidarität und der sozialen Sicherheit statt durch den Markt zentral und föderal staatlich organisiert. Bund, Länder, gesetzliche Sozialversicherungen und gesetzliche wie freiwillige Interessensvertretungen sind - in unterschiedlichem Ausmaß - die Pfeiler der österreichischen Gesundheitsversorgung.
Zurzeit sind in der österreichischen Gesundheitspolitik gegenläufige Entwicklungen sichtbar. Einerseits wird eine weitere Zentralisierung etwa im Bereich der Sozialversicherung bei gleichzeitiger Schwächung der - die Sozialversicherung tragenden - Sozialpartner angestrebt. Die gesetzlichen Interessenvertretungen der Gesundheitsberufe spielen erstaunlicherweise in der staatlichen Planung dieses stetig wachsenden personalintensiven Dienstleistungssektors keine Rolle, obwohl seit vielen Jahren Probleme mit den belastenden Arbeitsbedingungen, der geringen Attraktivität des Berufsfeldes und der unterdurchschnittlichen Entlohnung vieler Berufsangehöriger bekannt sind und ein gravierender Personalmangel die Versorgung der Bevölkerung in unterschiedlichen Bereichen gefährdet (Wartezeiten auf elektive Eingriffe, Nichtbesetzbarkeit von Planstellen, Mangel an ArbeitsmedizinerInnen, Mangel an Pflegepersonal in Krankenhäusern, in Pflegeheimen und bei Mobilen Diensten).
Andererseits wird politisch eine Ausweitung der marktorientierten Dienstleistungsangebote im Gesundheits- und Pflegebereich zugelassen. Diese Entwicklung auf den „freien Märkten" entzieht sich naturgemäß staatlicher oder sozialpartnerschaftlicher Verantwortung. Die damit einhergehende Entsolidarisierung führt zur Vertiefung der Probleme einer Mehrklassenmedizin, insbesondere zur systematischen Unterversorgung sozioökonomisch benachteiligter Bevölkerungsteile. Diese und auch andere aus dem public health-Blickwinkel besorgniserregenden Perspektiven müssen zwangsläufig die Sozialpartner sowie die Interessensvertretungen der Gesundheitsberufe auf den Plan rufen, um diesen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten. Können und dürfen sie das - unter geänderten politischen Rahmenbedingungen und Spielregeln - in Zukunft noch?

Zeit: Mittwoch, 9. Mai 2018, 10:00 bis 17:00 Uhr

Cityhotel Design & Classic, Völklplatz 1, 3100 St. Pölten

 
PROGRAMM:

 9:30 Registrierung und Kaffee
 10:00 Begrüßung durch Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig
 10:10 Eröffnung und Eingangsstatements
DMTF Gerda Schilcher, Vizepräsidentin der AK Niederösterreich
OA Dr. Ronald Gallob, Vizepräsident und Kurienobmann der Ärztekammer für NÖ
 10:20 Ehrung und Überreichung der Festschrift an DGKS Brigitte Adler ehem. Vizepräsidentin der AK Niederösterreich
 10:30 Umgang mit Mehrheiten und Minderheiten in der Gesundheits- und Sozialpolitik
Prof. (FH) Dr. Tom Schmid
, FH St. Pölten, Department Soziales
 11:00 Gesundheit und Pflege als Wirtschaftsfaktor?
Welche Aufgaben kommen auf die Interessensvertretungen zu?
Hon.-Prof. (FH) Dr. Bernhard Rupp, MBA
, AK Niederösterreich, Abt.-Leiter Gesundheitspolitik
 11:30 Theorie und Praxis am Beispiel der Versorgungskette beim Schlaganfall
OA Dr. Alexander Tinchon, Universitätsklinikum St. Pölten, Neurologie
 12:00 Podiumsdiskussion zur Zukunft des Gesundheitswesens in Niederösterreich
DMTF Gerda Schilcher, Vizepräsidentin der AK Niederösterreich
OA Dr. Ronald Gallob, Vizepräsident und Kurienobmann der Ärztekammer für NÖ
OA Dr. Alexander Tinchon, Universitätsklinikum St. Pölten
Prof. (FH) Dr. Tom Schmid, FH St. Pölten, Department Soziales
Hon.-Prof. (FH) Dr. Bernhard Rupp, MBA, AK Niederösterreich
 13:00  Mittagspause
 14:00

Parallel stattfindende Workshops

Workshop 1
Rehabilitation - zurück in die Arbeitswelt

Ao. Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna, MBA MSc, Leiter der Univ. Klinik für Physikalische Medizin, Rehabilitation und Arbeitsmedizin am AKH Wien
Mag. Beate Heiß, Pensionsversicherungsanstalt (PVA) 

Workshop 2
Alternde Belegschaften, Umgang mit Erschöpfung
Ass.-Prof. DDr. Daniela Haluza, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien

Workshop 3
Umgang mit Süchten im Betrieb
Dr. Alfred Uhl
, Abt.-Leiter-Stv. Kompetenzzentrum Sucht, Gesundheit Österreich GmbH

Workshop 4
Personalbedarfsberechnungen in Spitälern und in der Langzeitpflege
Hon.-Prof. (FH) Dr. Bernhard Rupp
, Abt.-Leiter Gesundheitspolitik, AK Niederösterreich

Wir ersuchen um Bekanntgabe des gewünschten Workshops bereits bei der Anmeldung.

 17:00   Ende der Veranstaltung

 

Die Veranstaltung ist nach den nationalen berufsrechtlichen Bestimmungen für Angehörige der Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufe als Fortbildungsmaßnahme sowie für das DFP der ÖÄK mit sechs Fortbildungspunkten anrechenbar.

Anmeldung: Anmeldeschluss: 30. April 2018
Ärztekammer für NÖ, Frau Daniela Kotouc, MA, Tel: 01/53 751/633, presse@arztnoe.at
Die Teilnahme ist kostenlos! Wir ersuchen Sie, bei der Anmeldung den gewünschten Workshop anzugeben.

» PDF: Anreise