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Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen

Anspruch auf Einzelvertrag und Vertragsabschluss

Zur Durchführung der Vorsorgeuntersuchungen (Gesundenuntersuchungen) sind folgende Ärzte mit Niederlassung berechtigt:

  • Ärzte für Allgemeinmedizin
  • Fachärzte für Innere Medizin (Basisprogramm und VU-Colonoskopie)
  • Fachärzte für Lungenkrankheiten
  • Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (nur altes Programm)
  • Fachärzte für Chirurgie (nur VU-Colonoskopie)
  • Fachärzte für Radiologie (nur im Rahmen des Brustkrebsfrüherkennungsprogrammes Externe Verknüpfung www.frueherkennen.at)

Die Rechtsgrundlagen ergeben sich aus dem Allgemeinen Sozialversicherungs-gesetz ASVG § 343 sowie dem Gesamtvertrag zur Vorsorgeuntersuchung und den jeweiligen Zusatzvereinbarungen zum Gesamtvertrag: Externe Verknüpfung www.arztnoe.at / Tarife / NÖ GKK

 

Antrag für VU-Einzelvertrag: WICHTIGER HINWEIS:

ÄrztInnen mit denen erstmals ein Vorsorgeuntersuchungs-Einzelvertrag auf Grund der Bestimmungen des VU-Gesamtvertrages abgeschlossen wird, sind verpflichtet eine Schulung zu absolvieren. Die Akademie der Ärzte bietet dafür ein entsprechendes E-Learning für die Vorsorgeuntersuchung kostenlos an. Mit dem Passwort des DFP-Kontos können Sie in dieses e-Learning Tool Externe Verknüpfung www.arztakademie.at/vorsorgeuntersuchung einsteigen. Nach Absolvierung dieses Tools wird automatisch eine elektronische Teilnahmebestätigung ausgestellt und wird als Voraussetzung für den Abschluss eines VU-Einzelvertrages anerkannt.

Der Nachweis über die Absolvierung des E-Learnings zur Vorsorgeuntersuchung ist auszudrucken und dem Antrag (Musterformular auf der Homepage) beizulegen, da dies die Voraussetzung für den Abschluss eines Vorsorgeuntersuchungsvertrages darstellt. Ebenfalls anerkannt werden Teilnahmebestätigungen von Schulungen anderer Bundesländer.

Die Gebietskrankenkasse übermittelt Ihnen in der Folge den VU-Einzelvertrag, welchen Sie bitte mit Ihrer Unterschrift an die GKK zurückschicken müssen.

VertragsärztInnen benötigen keinen separaten Antrag, sondern übermitteln lediglich die Teilnahmebestätigung am eLearning Vorsorgeuntersuchung (Muster).

 

Ort und Zeit der Vorsorgeuntersuchung

Die Vorsorgeuntersuchung ist von der Vertragsärztin bzw. vom Vertragsarzt in seiner Ordination oder Gruppenpraxis vorzunehmen.


Anspruchsberechtigung und Nachweis

Die Inanspruchnahme erfolgt mit der e-card direkt beim Arzt. Nicht versicherte Personen erhalten über Antrag einen Behandlungsschein ausschließlich für VU von der Bezirksstelle der NÖ Gebietskrankenkasse ausgestellt.
Die Durchführung der Vorsorgeuntersuchung kommt für anspruchsberechtigte Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, in Betracht. Die Vorsorgeuntersuchung kann auf Kosten der Sozialversicherungsträger 1 x jährlich in Anspruch genommen werden. Ob ein Anspruch besteht, lässt sich mit der e-Card überprüfen. Wenn die Option Vorsorgeuntersuchung gesteckt werden kann, besteht der Anspruch. Wenn Sie über keine e-Card Ausstattung verfügen, sollten Sie die Probandin oder den Probanden unterschreiben lassen, dass sie oder er in den letzten zwölf Monaten die Vorsorgeuntersuchung nicht durchgeführt hat. Honorar von den Sozialversicherungen gibt es nur, wenn zwischen den Vorsorgeuntersuchungen mindestens 365 Tage liegen!


Umfang der Vorsorgeuntersuchungen

Allgemeine Vorsorgeuntersuchung - Basisprogramm

Die Allgemeine Vorsorgeuntersuchung (Basisprogramm) kann von Ärzten für Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Lungenheilkunde durchgeführt werden. Es sind 7 Laboruntersuchungen durchzuführen, wobei die Weitergabe an ein Labor möglich ist.
Mit der Vorsorgeuntersuchung werden Vorsorgeziele verfolgt, um nach dementsprechenden Erkrankungen zu fahnden, aber auch im ärztlichen Gespräch ein Bewusstsein beim Patienten dafür zu schaffen. Diese Vorsorgeziele sind:

  • Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen
  • Prävention von Suchterkrankungen Tabak- und Alkoholkonsum
  • Prävention von Krebserkrankungen
  • Prävention häufiger Erkrankungen des höheren Alters (ab 65 Jahre)
  • Prävention von weiteren relevanten Erkrankungen

Folgende Formulare stehen sowohl als Farb- als auch als S/W-Version auf der Homepage der Sozialversicherung zum Download zur Verfügung. (Externe Verknüpfung http://www.hauptverband.at/portal27/hvbportal/content?contentid=10007.693820&portal:componentId=gtnef9e2509-4ca2-4448-92fe-949833277f61&viewmode=content).

  • Anamnesebogen
  • Alkoholfragebogen
  • Befundblatt - neue Version seit November 2016
  • Dokumentationsblatt PAP-Abstrich (für die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung)

Das neue Befundblatt (Allgemeines Programm für Frauen und Männer) wurde mit dem e-Card Release R 16b im November 2016 ausgerollt. Bis zum Frühjahr 2017 kann die Umstellung auf das neue VU-Befundblatt durchgeführt werden. Zudem ist mit der Umstellung auf das neue VU-Befundblatt nach dem Abschlussgespräch dem Probanden ein sogenannter Probandenausdruck mitzugeben.

Weiterführende Informationen, Informationsfolder, Broschüren sowie eine detaillierte Ärztebroschüre finden Sie ebenfalls unter Externe Verknüpfung http://www.hauptverband.at/portal27/hvbportal/content?contentid=10007.758438&portal:componentId=gtn83e4fb15-d5b6-4a8d-a349-34891dcee626&viewmode=content.

 

In die Vorsorgeuntersuchung fließen die Erkenntnisse der modernen Lebensstilmedizin ein. Dabei geht es neben der Früherkennung verbreiteter Zivilisationskrankheiten auch um Aufklärung und Unterstützung bei gesundheitsfördernden Veränderungen des Lebensstils.

 

Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung

Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung kann nur von Ärzten für Allgemeinmedizin und Fachärzten für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit VU - Vertrag durchgeführt werden; der Vertragsarzt ist berechtigt eine zytologische Untersuchung mittels Überweisung zu veranlassen. PAP-Abstriche können sowohl von Ärzten für Allgemeinmedizin als auch von Fachärzten für Gynäkologie durchgeführt werden.


Vorsorgemammographie - Brustkrebsfrüherkennung

Alle Informationen zum Brustkrebsfrüherkennungsprogramm erhalten Sie unter Externe Verknüpfung www.frueherkennen.at Die VU-Mammographie kann nur vom berechtigten Facharzt für Radiologie durchgeführt werden. Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren erhalten alle 24 Monate von der Sozialversicherung ein persönliches Einladungsschreiben zur Früherkennungsuntersuchung, sie können aber auch direkt mit der e-Card zur Früherkennungsuntersuchung gehen. Frauen zwischen 40 und 44 Jahren bzw. ab 70 können über die kostenlose Telefon-Serviceline (Tel. 0800 500 181) eine Einladung anfordern. Der Mammographie-Befund wird den Frauen vom durchführenden Radiologen direkt übermittelt. Falls eine Frau anlässlich der Früherkennungsmammographie einen Arzt des Vertrauens (insb. Allgemeinmediziner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe) angegeben hat, erhält dieser vom betreffenden Radiologen eine Mitteilung, dass eine Früherkennungsmammographie durchgeführt wurde.

Abschlussgespräch

Für das Abschlussgespräch bei der allgemeinen Vorsorgeuntersuchung mit dem Patienten sind grundsätzlich 15 Minuten vorzusehen und soll in drei Schwerpunkte gegliedert sein:

  • Information
  • Aufklärung
  • Beratung

Die Ärztin /der Arzt hat den Probanden über seinen Gesundheitszustand, allfällige Risikofaktoren sowie über allenfalls erforderliche Änderungen seiner Lebens-gewohnheiten zu informieren.
Die Formulare erhalten Sie nach Vertragsunterzeichnung über Anforderung von der Verrechnungsstelle der NÖ Gebietskrankenkasse oder unter Externe Verknüpfung www.sozialversicherung.at.


Honorarabrechnung der Vorsorgeuntersuchung

Die Honorarabrechnung kann erst nach dem Abschlussgespräch erfolgen. Sollte das Abschlussgespräch vom Patienten nicht wahrgenommen werden, erfolgt die Abrechnung jedenfalls am Ende des Quartals.
Abrechnungszeitraum ist bei den §2-Krankenkassen (Gebietskrankenkassen, Betriebskrankenkasse und SVB) das Quartal, bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter und der Versicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahnen sowie der Kranken-fürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien das Monat.

Leistungen Vorsorgeuntersuchung §-2 Kassen (Nö. GKK, BKK, SVB)

 Pos. Nr. 51 Vorsorgeuntersuchungshonorar für das allgemeine Untersuchungsprogramm inklusive der Blutuntersuchungen auf Gesamtcholesterin und HDL, Triglyceride, Gamma GT und Blutzucker und Rotes Blutbild 

 € 88,-- ab 1.1.2017

 € 91,-- ab 1.1.2019 (nur bei flächendeckender Umsetzung des eBS)

 Pos. Nr. 52 Vorsorgeuntersuchungshonorar für das allgemeine Untersuchungsprogramm exkl. Blutuntersuchung 

 € 80,94 -- ab 1.1.2017

 € 83,94,-- ab 1.1.2019 (nur bei flächendeckender Umsetzung des eBS)

 Pos. Nr. 53

Vorsorgeuntersuchungshonorar für den Laborblock 

 € 7,06
 Pos. Nr. 54

Vorsorgeuntersuchungshonorar für die gynäkologische Untersuchung durch Vertragsärzte für Allgemeinmedizin bzw. Vertragsfachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

 € 18,24

 

Bei den bundesweiten Trägern (SVA, BVA, VAEB) sowie der KFA Wien kommen die nachstehenden Leistungspositionen zur Anwendung.

VU       Vorsorgeuntersuchung (Basisprogramm incl. Labor)
VUOL  Vorsorgeuntersuchung (Basisprogramm ohne Labor)
VB      Laborblock
VUG    gynäkologisches Programm

Das Befunddatenblatt ist zwecks Evaluierung in elektronischer Form über die technische Infrastruktur der ecard zu übermitteln. Die Übermittlung der Befundblätter in Papierform soll nur mehr die Ausnahme darstellen

 

Vorsorgekoloskopie

Die Vorsorgekoloskopie kann nur von jenen Fachärzten für Innere Medizin und Fachärzten für Chirurgie durchgeführt werden, die bestimmte Qualifikations-voraussetzungen erfüllen. Voraussetzung für die Inanspruchnahme einer Vorsorgekoloskopie ist die Durchführung einer VU-Basisuntersuchung. Anspruch besteht alle 10 Jahre für Probanden ab dem vollendeten 50. Lebensjahr.

Leistungen Vorsorgekoloskopie §-2 Kassen (Nö. GKK, BKK, SVB)

Ch, I
Pos.Nr. 56

Colonoskopie im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung inklusive Probeexcision und allenfalls notwendiger Polypekto-mie, wenn eine komplette Colonoskopie aus medizinischen Gründen nicht durchgeführt werden konnte bzw. nicht durch-geführt werden musste und eine Untersuchung mindestens bis zur flexura colica sinistra erfolgte.
Rektoskopie nicht separat verrechenbar. Eine Dokumentation und Begründung für die nicht vollständige Durchführung der Colonoskopie ist erforderlich. Ausbildungsausweis erforderlich.

 Punkte
195
Ch, I
Pos. Nr. 57

Colonoskopie im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung inkl. notwendiger Polypektomie und/ oder notwendiger Probeexcision. Dokumentation erforderlich. Ausbildungsausweis erforderlich.

 Punkte
300

 

Den aktuellen Punktewert finden Sie unter Externe Verknüpfung www.arztnoe.at/Tarife/Punktewerte Nö. §-Kassen.
Wahlärzte für Chirurgie und Innere Medizin mit Ausbildungsnachweis erhalten auf Antrag eine Verrechnungsvereinbarung für VU-Colonoskopien bei der GKK sowie für die bundesweiten Träger. Die unvollständige bzw. vollständige Colonoskopie wird für Wahlärzte pauschal inklusive erforderlicher Medikamente vergütet.

Bei den bundesweiten Trägern (SVA, BVA, VAEB) sowie der KFA Wien kommen separate Leistungspositionen VUCO (Kolonoskopie) sowie VUCOP (Kolonoskopie inklusive Polypenabtragung) zur Anwendung.

Die SVA, BVA und VAEB haben 2016 zusätzlich neue Leistungspositionen für endoskopische Untersuchungen, welche mit einem Videoendoskop durchgeführt werden, in die Honorarordnung aufgenommen.
Die aktuellen Werte sind der jeweiligen Honorarordnung zu entnehmen. (Siehe Externe Verknüpfung www.arztnoe.at/Tarife).

 
SVA-Gesundheitscheck Junior
Mit dem Ziel, die bestehende Lücke bei der medizinischen Vorsorge zwischen Kindern im Schulalter und Erwachsenen zu schließen, lief in den Bundesländern Wien und Burgenland das zweijährige Pilotprojekt „SVA-Gesundheits-Check Junior". Auf Grund des positiven Evaluierungsergebnisses wurde der „SVA-Gesundheits-Check Junior" mit 1.10.2016 österreichweit ausgerollt. Im Mittelpunkt des Programms stehen die Früherkennung von gesundheitlichen Risiken und die Förderung des Gesundheitsbewusstseins. Im Rahmen eines ärztlichen Coachings werden altersgerechte Informationen zu den Themen Ernährung, Bewegung, Medienverhalten und Suchtmittel vermittelt. Der persönliche Umfang beschränkt sich auf Probanden ab dem 72. Lebensmonat (vollendetes 6. Lebensjahr) bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, die einen abrechnungsberechtigten Vertragsarzt für Kinder- und Jugendheilkunde bzw. Allgemeinmedizin aufsuchen. Der „SVA-Gesundheits-Check Junior" ist für den Vertragsarzt wie auch für den Proband freiwillig. Die Inanspruchnahme erfolgt durch Vorlage der e-card, die vom Vertragsarzt einzulesen ist. Die durchgeführten Untersuchungen sind unter Verwendung der Position JUNC „SVA-Gesundheits-Check Junior", einmal innerhalb von 12 Monaten verrechenbar. Das Honorar beträgt € 77.-- (Stand: 2016).

Die gleichzeitige Verrechnung am selben Tag von Leistungen nach den Abschnitten A.I „Grundleistungen" und A.II „Diagnose- und Therapiegespräche" der Honorarordnung laut Ärztegesamtvertrag ist untersagt. Die gleichzeitige Verrechnung von sonstigen notwendigen kurativen Leistungen ist möglich. Mit dem Honorar sind sämtliche Schulungs- und Dokumentationstätigkeiten abgegolten. Die Formulare werden dem teilnehmenden Vertragsarzt von der SVA elektronisch wie auch in Papierform zur Verfügung gestellt. Eine Abschrift des ausgefüllten Formulars ist pseudonymisiert der SVA quartalsweise zu übermitteln.

Auch Wahlärzte für Allgemeinmedizin sowie Kinder- und Jugendheilkunde können den SVA-Gesundheitscheck-Junior durchführen. Dazu hat die SVA der Ärztekammer Folgendes mitgeteilt: Der SVA ist es wichtig, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen (6. Lebensjahr bis 18. Geburtstag) den Gesundheitscheck-Junior zugänglich zu machen. AllgemeinmedizinerInnen und KinderfachärztInnen, die in keinem Einzelvertragsverhältnis zur SVA stehen, können daher den Gesundheitscheck-Junior ebenfalls durchführen. Die SVA leistet dann an die Versicherten nach Vorlage der Privatrechnungen den Kostenersatz in Höhe von €°77,-- (Stand: 2016). Der ausgefüllte Befundbogen (pseudonymisierter Teil) kann entweder vom Wahlarzt oder von einem Elternteil der SVA übermittelt werden.