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Fortbildungslehrgang PSY I

ÖÄK-Diplom Psychosoziale Medizin

Der nächste Lehrgang ÖÄK Diplom Psychosoziale Medizin beginnt im Herbst 2018:

ÖÄK-Diplom Psychosoziale Medizin
Aufbauend auf den Kenntnissen, die im Medizinstudium in der ärztlichen Gesprächsführung vermittelt wurden, werden ergänzend die spezifischen, therapeutischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich der Arzt-Patient-Kommunikation und des ärztlichen Gesprächs ausgebaut. Die Weiterbildung folgt dem derzeit gültigen bio-psycho-sozialen Wissenschaftsmodell von Gesundheit und Krankheit und dem Ziel, dass die bio-psycho-soziale ärztliche Haltung und Kenntnisse vertieft werden.

Modul 1/Start: 30.08.-02.09.2018
Modul 2: 17.11.-18.11.2018
Modul 3: 26.01.-27.01.2019
Information bzgl. weiterer geplanter Lehrgang-Starts:
gratlclaudia@gmx.at
+43 (0)699 114 12 961

Ort: Donau-Universität Krems
Teilnahmegebühr: € 1.450,-

Info und Anmeldung:
Frau Dirnberger, 02732/893-2639, margit.dirnberger@donau-uni.ac.at
»  Link: Externe Verknüpfung Fortbildungslehrgang Psy1

 

Präambel

Medizinisches Handeln ist erst dann wirklich heilsam, wenn der Arzt nicht nur den Körper des Menschen kennt, sondern den Leib des Kranken begreift als eine Einheit im Körperlich-Seelisch-Geistigen. Die Sprache des Patienten im Wort und im Ausdruck des Leibes will verstanden sein. Der Patient wiederum kann erst zur Selbstheilung schreiten, wenn er die Sprache des Arztes versteht.

Im Studium der gesamten Heil-Kunde sind diese Inhalte seit geraumer Zeit leider nur ansatzweise zu finden, sodaß sich die Österreichische Ärztekammer entschlossen hat, in Form eines Fortbildungsangebotes (Diplom für psychosoziale, psychosomatische und psychotherapeutische Medizin) diese Lücke zu schließen.

Die Ärztekammer für Niederösterreich hat in sorgfältiger wissenschaftlich fundierter Arbeit die Curricula zusammengestellt und bietet sie nunmehr seit 1991 mit großem Erfolg in Form von Wochenenden, fortlaufenden Einzel- und Gruppenveranstaltungen an.

Das Diplom Psychosoziale Medizin ist eine eigene, abgeschlossene Fortbildung, gleichzeitig im Rahmen der Psy-Module der ÖÄK Voraussetzung für die weitere Fortbildung in psychosomatischer Medizin und psychotherapeutischer Medizin.

Zieldefinition
Das "Diplom Psychosoziale Medizin" führt in das bio-psycho-soziale Gesundheits- und Krankheitsmodell ein, weist die Kompetenz zum sozialmedizinischen Aufgaben- und Therapiebereich aus und befähigt zum ärztlichen Gespräch in Theorie und Praxis. Der so fortgebildete Arzt begreift den Patienten und sein primäres Bezugssystem als Teil eines größeren Ganzen und hat gelernt, Wechselwirkungen zwischen Individuum und System zu verstehen. In seinem Handeln erlebt sich der Arzt selbst als Teil eines psychosozialen Netzes und sieht die Aktivierung dieses Netzes auch als Teil seiner Aufgaben.


Informationen zum Fortbildungslehrgang

Warum das ÖÄK-Diplom "Psychosoziale Medizin"?
Welche Gesundheits- und Krankheitsmodelle gibt es? Was heißt schon bio-psychosozial? Möchten Sie Ihre Kompetenz im sozial- und familienmedizinischen Aufgaben- und Therapiebereich ausweiten und größere Sicherheit im ärztlichen Gespräch besonders im Blickpunkt auf das psychosoziale Feld gewinnen?.
Das ÖÄK-Diplom "Psychosoziale Medizin" hilft Ihnen den Patienten und sein primäres Bezugssystem als Teil eines größeren Ganzen zu begreifen. Sie lernen Wechselwirkungen zwischen Individuum und System zu verstehen. In Ihrem ärztlichen Handeln können Sie sich selbst als Teil eines psychosozialen Netzes erleben und Sie lernen die Aktivierung dieses Netzes auch als Teil Ihrer Aufgabe zu sehen. So werden Sie Ihren PatientInnen ein Guide sowohl im bio-psycho-sozialen Selbstverständnis im Gesundsein und Kranksein als auch in der Lebens - und Umwelt, in einem immer komplexer werdenden Gesundheitssystem.

Voraussetzungen:

  1. Abgeschlossenes Medizinstudium
  2. Zumindest der Beginn des Turnus oder der Facharztausbildung
  3. Die Ausstellung des Diploms ist erst nach Absolvierung des Lehrganges und nach Erhalt des jus practicandi möglich.

Ausbildungsinhalte
Theorieinhalte (40 Einheiten):

  • Einführung in das Bio-Psycho-Soziale-Modell
  • Systemisches Denken und Familienmedizin
  • Einführung in die Entwicklungspsychologie
  • Grundlagen der Kommunikation, Bio-psycho-soziale Anamnese, ärztliches Gespräch und Arzt-Patient-Beziehung, Kommunikation im psychosozialem Netz
  • Biopsychosoziale Bedeutung der Arbeit
  • Krisen und Krisenmanagement
  • Sozialmedizinische und sozialrechtliche Grundlagen der psychosozialen Medizin
  • Psychosoziale Einrichtungen

Patientenzentrierte Selbsterfahrung (40 Einheiten):

In Kleingruppen werden

  • die Arbeit über Kommunikation, das ärztliche Gespräch und bio-psycho-soziale Anamnese, Diagnose und Therapie vertieft,
  • Familienmedizinische Interventionen erprobt
  • erste Konktakte zur Selbsterfahrung gewonnen,
  • in der Fallarbeit Erfahrungen über Beziehungsaspekte ermöglicht.

Weitere Informationen:

Externe Verknüpfung http://www.donau-uni.ac.at/de/studium/psy1/index.php

 
Artikelversion vonBarbara Platl
08.02.2018
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