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Privatmeinung von ÄK Funktionären nicht überbewerten!

Laut Beschlusslage der ÖÄK: Keine Approbation, sondern Turnus wie bisher

Presseinfo vom 12.07.2010

Die Beschlusslage der Gremien der ÖÄK ist klar: Keine Approbation, sondern Turnus wie bisher


Die bereits mehrfach von ranghohen Ärztekammerfunktionären geforderte Abschaffung des Turnus nach derzeitigem System ist aus Sicht der NÖ Ärztekammer kein guter Weg. Bereits vor einigen Wochen begrüßte der Österreichische Ärztekammerpräsident Dr. Walter Dorner die Abschaffung des Turnus, nun meldete sich auch der Ärztekammerpräsident der Steiermark, Dr. Wolfgang Routil, befürwortend zu diesem Thema zu Wort.

„Bei der ärztlichen Ausbildung gibt es tatsächlich einige Defizite", so der Kurienobmann-Stellvertreter der Angestellten Ärzte Niederösterreichs und Turnusärztevertreter Dr. Stefan Halper. „Diese Defizite sind jedoch nicht aufgrund der angeblich verbesserungsbedürftigen gesetzlichen Grundlagen vorhanden." Die Gesetzeslage ist in Ordnung, Probleme bereitet die Durchführung. Genauer gesagt die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. „Immer noch viel zu oft werden Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung als billige „Hilfsarbeitskräfte" missbraucht, was die Vermittlung des Ausbildungsinhalts schwierig macht", so Dr. Halper.

Funktionäre sind an Beschlüsse der Gremien gebunden

Der Präsident der NÖ Ärztekammer Dr. Christoph Reisner verweist auf die aktuelle Beschlusslage der Österreichischen Ärztekammer, wonach die geltende Regelung der Ärzteausbildung samt Turnus unterstützt wird und man sich vehement gegen die so genannte Teilapprobation ausspricht: „Teilapprobierte Ärztinnen und Ärzte, die im Österreichischen Gesundheitssystem nur beschränkt einsetzbar sind, sind ein deutlicher Rückschritt im Sinne der Ausbildungsqualität und in weiterer Folge auch im Sinne der medizinischen Qualität. Wir sollten uns eher darauf konzentrieren, die Menge an erstklassig ausgebildeten Medizinerinnen und Medizinern auszubilden, die unser System in den kommenden Jahrzehnten dringend braucht."

Die Tatsache, dass einzelne Ärztekammerfunktionäre eine andere private Meinung haben, ist laut Präsident Dr. Reisner selbstverständlich zu akzeptieren, ändert aber keine Beschlüsse. „Als Funktionär ist man an die Beschlüsse der Gremien gebunden, egal welche Privatmeinung man hat. Auch mit medialer Unterstützung durch den ein oder anderen Präsidenten eine Landesärztekammer finden die Vorschläge der Bundesministerin Dr. Karl keine Zustimmung der zuständigen Gremien der Österreichischen Ärztekammer".

Rückfragehinweis:
Ärztekammer für NÖ, - Pressestelle, Michael Dihlmann, Tel. 0664/144 98 94, presse@arztnoe.at , www.arztnoe.at

Wien, 12. Juli 2010

 
KontaktÄK NÖ Pressestelle, Michael Dihlmann, Tel. 0664/144 98 94, presse@arztnoe.at
Artikelversion vonBarbara Platl
12.07.2010
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